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Beitrag gesendet am 23.08.2004 von Lord Kraligor
 
Re: Re: Lord
Hallo,

Ich denke, dass einer angreifenden Partei, die sich zumindest scheinbar an die Genver Konvention hält, die Möglichkeit, Greueltaten an der Zivilbevölkerung unter dem Deckmantel von Säuberungsaktionen gegen Widerstandskämpfer durchzuführen, genommen wird, indem man den Kampf aufs "offene Feld" verlegt. (Meines Wissens nach wären diese Greueltaten sogar rechtens, da Partisanen nicht durch die Genver Konvention geschützt werden[?].)

Ich bezweifle auch nicht, dass es genug Leute gibt, die sich freiwillig melden, aber wie sich viele im Kampfeinsatz verhalten, ist nur schwer vorauszusehen.

Zu meinen 30-Mann-Einheiten:

Ich wusste nicht, dass die Schweiz dicht besiedelt ist, dachte mehr so an alle paar Kilometer mal ein Haus (etwas übertrieben *g*). Bei dichter Besiedlung müsste man den Kampf in die ländliche Gegend tragen. Der Alpenraum steht wegen erwähnten Verschiebungsproblemen außer Frage.

Das Attackieren von Kolonnen ist meiner Meinung nach nicht so schwierig wie von Ihnen dargestellt. Die Straße kann mit einem umgestürzten Baum leicht für einige Minuten gesperrt werden, somit haben die Mörser leichtes Spiel, da die Kolonne kurzzeitig steht. 2-4 MG-Teams nehmen die weichen Ziele unter Beschuss, Pzfst-Teams erledigen die harten Ziele.
Sie sagen, der Geleitschutz wird gnadenlos auf die Widerstandskämpfer schießen - gar nicht so einfach, wenn die MG-Teams in 500m entfernten Stellungen sitzen und die Pzfst-Teams irgendwo im dichten Feld liegen.
Ein Rückzug ist definitiv schwer zu Bewerkstelligen, da die Einheit weder motorisiert ist, noch großartige Deckungsmöglichkeiten hat, das ist korrekt. Ein Schwachpunkt.

Fliehende Truppen abzufangen dürfte allerdings kein größeres Problem darstellen, da sich fliehende Truppen ungeordnet und unkoordiniert bewegen - somit wird der Vorteil ihrer überragenden Bewaffnung zunichte gemacht.

Ich stimme Ihnen wiederrum zu, dass die Koordination sehr schwer ist, da es viele auf sich allein gestellte Einheiten in der großen Einheit sind. Deshalb muss die Schulung auch dementsprechen sein. Ein weiterer Schwachpunkt.

Flugabwehr habe ich gar nicht erst miteinkalkuliert, da der Angriff blitzartig erfolgen muss. Sobald der Angriff stockt, muss abgebrochen werden.

Wie Sie vielleicht bemerkt haben, ist diese Strategie leicht an die des Vietcong angelehnt. Mir ist (mittlerweile) bewusst, dass die Schweiz wohl nicht nur aus dichtem Wald und hohen Bergen besteht, deshalb ist dieses System dort auch nur bedingt anwendbar, aber mit ein paar Veränderungen dennoch (IMO) ziemlich schlagkräftig.
Ich werde mir weiter Gedanken darüber machen.

Mit freundlichem Gruß
---

Langnau a/A, den 23.08.2004

Hallo Lord.

Vielen Dank für ihre Antwort und ihre Verbesserungsvorschläge.
Es scheint allgemein eine sehr grosse Angst zu bestehen, dass die Loyalität fehlen wird, um den Widerstandskampf zu führen. Wie schon ein paar Mal erwähnt, glaube ich, dass es genug Leute hat, die mitmachen.
Repressionsmassnahmen des Gegners sind zu erwarten, egal ob die Bevölkerung kämpft oder ob sie passiv zuschaut. Der Gegner wird in jedem Fall versuchen, alles einzusetzen, um den Widerstandskampf zu verhindern oder die Bevölkerung so einzuschüchtern, dass sie nicht mitmacht. Das beste Mittel, um die eigene Bevölkerung zu schützen, ist, sie gut zu bewaffnen und auszubilden.

Ihre Variante mit den 30 Mann-Einheiten hat ein paar Schwächen.
Die Schweiz ist ein sehr dicht besiedeltes Land. Das Gebiete, das einen einigermassen akzeptablen Schutz bieten würde, ist der Alpenraum. Dieser ist zu weit weg. Somit bestünde wiederum das Problem der Verschiebung der 30 Männer Einheit. Solche Verschiebungen sind mit modernen Aufklärungsmitteln leicht zu entdecken und mit den entsprechenden Waffen leicht zu bekämpfen.
Unser bester Schutz ist die Zivilbevölkerung! Die Widerstandsarmee ist ein Teil der Zivilbevölkerung und lebt dort, wo sie auch eingesetzt wird, vor der eigenen Haustüre!
Werden Kolonnen nach ihrer Idee ausserhalb der Dörfer überfallen, wird der Geleitschutz der Kolonne gnadenlos mit allen Mitteln auf die Widerstandskämpfer schiessen. Ein Rückzug dürfte sehr schwer zu bewerkstelligen sein. Wohin denn? In den tiefen Wald?
Im Gegensatz ist es ein leichtes, nach einem Anschlag mit Richtladungen in einer Siedlung oder am Rande einer Siedlung, im Dorf unterzutauchen und abzuwarten, was passiert. Waffen und Leute, um weitere Aktionen zu starten, sind genügend vorhanden.
Im weiteren scheint mir ihr System mit 3 verschiedenen 3mal 3 Mann Teams zu schwerfällig. Solch ein Einsatz, wie sie ihn beschreiben, ist bezüglich der Koordination sehr anspruchsvoll. Zudem scheint mir der Einsatz, mit 8.1cm Minenwerfern auf fahrende Kolonnen zu schiessen, nicht sehr effizient. Fliehende Truppen mit einer weiteren Einheit zu stoppen und zu bekämpfen dürfte sehr schnell zum Fiasko werden. Der Gegner wird nur darauf warten, ihre Widerstandskämpfer im Gelände zu bekämpfen. Genau dort kann er seine enormen Feuermittel einsetzen. Ihre Einheit hat weder Feuerunterstützung, geschweige Flabmittel gegen Helikopter und Flugzeuge.

Mit freundlichen Grüssen
Ernst Frieden



 

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© Ernst Frieden, Langnau am Albis, Juli 2003
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